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Kaffee, das Lieblingsgetränk der Deutschen

Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 146 Litern ist Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen. Der von Deutschland importierte Kaffee stammt hauptsächlich aus Brasilien.


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Dr. Jon Chim Bai-Habelski

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
4. August 2008
Bild: (c) Knipseline / pixelio.de

Herstellung

Zunächst werden die Früchte des Kaffeebaumes, die Kaffeekirschen, geerntet und getrocknet. Anschließend wird das Fruchtfleisch entfernt – und zurück bleibt die grüne Kaffeebohne. Durch den Röstprozess verliert die Kaffeebohne an Wasser, und es werden dabei die für den Kaffee typischen Aroma- und Farbstoffe gebildet.

 

Inhalt und Wirkung

Coffein ist der bekannteste Bestandteil des Kaffees. In einer Tasse (5 Gramm Pulver / 125 Milliliter Wasser) sind etwa 50 bis 150 Milligramm Coffein enthalten. Es hat eine anregende Wirkung auf das Zentralnervensystem und steigert die Herztätigkeit sowie den Blutdruck. Ebenfalls wird durch das Coffein die Darmbewegung erhöht.

 

Sorten und Eigenschaften

Beim entcoffeinierten Kaffee wurde das Coffein vor der Röstung entfernt: Dadurch bleibt der volle Geschmack erhalten, allerdings fehlt die anregende Wirkung.

Dem säurearmen Kaffee (Mischungen mit dem Zusatz "mild") wird durch eine technologische Behandlung möglichst viele Magenreizstoffe entfernt.

Daneben gibt es auch Kaffee-Ersatz-Produkte. Hierbei dienen Zichorien, Feigen oder Gerstenmalz als Grundstoffe. Sie werden geröstet und erhalten eine kaffeeähnliche Farbe sowie einen ähnlichen Geschmack. Aber sie sind frei von Coffein.

 

Schlicht ein Missverständnis

Kaffee hatte lange Zeit den Ruf eines "Flüssigkeitsräubers". Daher galt die Regel, pro Tasse Kaffee mindestens ein Glas Wasser zu trinken. Das stiftete Unsicherheit hinsichtlich der Rolle des Kaffees in der täglichen Flüssigkeitsbilanz: "Kann ich den Kaffee meinem Flüssigkeitsbedarf anrechnen?" – "Muss ich ihn gar negativ verrechnen?"

Doch der schlechte Ruf des Kaffees als Flüssigkeitsräuber beruhte schlicht auf der Fehlinterpretation einer Studie. Richtig ist: Kaffee kann wie jedes andere (nicht alkoholische) Getränk positiv in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden.




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