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Selen – Schutz vor Radikalen

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Lange Zeit waren nur die giftigen Eigenschaften von Selen bekannt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erkannten Forscher auch die schützende Wirkung des Mineralstoffs. Gerade in den letzten Jahren wird Selen immer häufiger zur Nahrungsergänzung angeboten und auch in Tierfutter angereichert.


Dr. Jon-Chim Bai

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin)
3. November 2008



Warum brauche ich Selen?

Selen schützt unsere Zellen vor aggressiven Stoffen, den so genannten Radikalen. Dadurch wird ihm eine schützende Wirkung vor Krebs zugesprochen. Bei einem hohen Selenspiegel im Blut soll zudem ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen.

Wichtig ist Selen außerdem für die Aktivierung der Schilddrüsenhormone und den Zellstoffwechsel. Und es wirkt einer Vergiftung durch Schwermetalle entgegen.

 

Wie viel Selen brauche ich?

Säuglinge
0 - 4 Monate5-15
4 - 12 Monate7-30
Kinder
1 - 4 Jahre10-40
4 - 7 Jahre15-45
7 - 10 Jahre20-50
10 - 15 Jahre25-60
Jugendliche und Erwachsene
über 15 Jahre30-70
Schwangere und Stillende
Schwangere30-70
Stillende30-70

So viel Mikrogramm (µg) sollten Sie pro Tag zu sich nehmen.

Schätzwerte, D-A-CH-Referenzwerte 2000


 

In welchen Lebensmitteln finde ich Selen?

Selen kommt sowohl in tierischen, als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Der Gehalt variiert jedoch sehr, denn er hängt vom Selengehalt im Boden ab. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Verarbeitungsstufe der Lebensmittel: Je mehr ein Lebensmittel bearbeitet wird, desto mehr Selen geht verloren. Beispielsweise enthält Vollkornmehl mehr Selen als Weißmehl. Auch beim Erhitzen geht Selen verloren – je nach Dauer und Intensität.

 

LebensmittelSelen pro 100 g
Sojabohne60
Vollkornbrot55
Fleisch (Rind / Kalb / Schwein)20-35
Hühnerei10
Kuhmilch5-9

Die Selen-Werte können stark variieren:
je nach dem Selengehalt des Bodens oder des Tierfutters.

Angaben in Mikrogramm (µg)


 

Was passiert bei einem Selen-Mangel?

Bei einem Mangel an Selen kommt es zu Störungen der Muskelfunktion und Schädigungen der Leber. Bei Kindern kann es zu Wachstumsverzögerungen kommen. Auch sind Verfärbungen an den Nägeln (weiße Flecken) und eine Ausdünnung der Haare möglich.




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