Jod ist Bestandteil der Schilddrüsen-Hormone. Die Schilddrüse beeinflusst Stoffwechsel, Wärmehaushalt und Wachstum. Sie ist auf eine ausreichende Jodzufuhr angewiesen.
Die Jodzufuhr in Deutschland liegt bei Männern im Durchschnitt bei 126 µg Jod und bei Frauen bei 111 µg Jod pro Tag. Diese Werte liegen deutlich unter den Empfehlungen. Um die Jodversorgung in Deutschland zu verbessern, wird seit vielen Jahren jodiertes Speisesalz angeboten. Auch manches Tierfutter wird mit Jod angereichert, um einen höheren Gehalt in tierischen Lebensmitteln zu erreichen.
Der Jodgehalt von Milch und Eiern ist von der Fütterung der Tiere abhängig. Auch bei pflanzlichen Lebensmitteln können große Schwankungen auftreten, da ihr Jodgehalt von dem des Bodens abhängt.
Sinkt der Jodgehalt im Körper, können nicht ausreichend Schilddrüsen-Hormone gebildet werden. Es kommt zur Schilddrüsen-Unterfunktion. Um diesen Mangel auszugleichen, vergrößert sich diese. Es kommt zur Bildung eines Kropfes. Ein Jod-Mangel während der Schwangerschaft kann zu Entwicklungsstörungen des Fötus führen.